Energiepreis
Aktuell sind die Beschaffungspreise für Strom und Gas auf einem sehr hohen Niveau.
Sie hatten Ende 2021 mit der Insolvenz einiger Energieanbieter einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Mit Beginn des Krieges in der Ukraine steigen die Preise jedoch weiter und erreichen gerade ein Allzeithoch. Ob und wann die Energiepreise wieder sinken, ist derzeit ungewiss. Die Folge: Stadtwerke müssen ihre Preise deutlich erhöhen, weitere Preiserhöhungen in den Folgejahren nicht ausgeschlossen. Durch die Reduzierung des Gasverbrauchs mittels Energieeffizienzmaßnahmen oder die Umstellung auf klimafreundlichere Energieträger kann der Verbrauch und damit die Abhängigkeit von russischem Erdgas verringert werden. Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion sowohl im Strom-, als auch im Gasbereich wirken sich zusätzlich positiv auf den Klimaschutz aus.
Energieeffizienz kann die Mehrkosten etwas reduzieren
Seit jeher gilt die Formel: Kosten = Menge/Verbrauch x Preis. Steigen die Preise, können die zusätzlichen Kosten durch eine Reduzierung des Verbrauchs in Teilen kompensiert werden. Bisherige Preisanpassungen haben häufig jedoch dazu geführt, dass Verbraucher nicht ihren Verbrauch reduziert haben, sondern den Tarif oder das Versorgungsunternehmen gewechselt haben. So entstanden meist keine Mehrkosten. Aktuell stellt sich die Situation anders dar: Die Tarife auf den Vergleichsportalen liegen 50 bis 100 % über dem bisherigen Preisniveau. Selbst wenn wir als Stadtwerk ihre Preise z.B. um 20 % erhöhen, sind sie noch deutlich günstiger als aktuelle Vergleichsangebote. Ein Wechsel macht daher aktuell für die meisten keinen Sinn. Das Thema Energieeffizienz wird in diesem Kontext deutlich an Bedeutung gewinnen, um der Kostenspirale entgegenzuwirken. Mit einfachen Maßnahmen, z.B. programmierbare Thermostatventile oder die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C (das führt zu einer Einsparung von 6 % der Heizenergie), kann der Verbrauch bereits spürbar gesenkt werden. Auch die Umrüstung auf LED-Beleuchtung amortisiert sich noch schneller bei höheren Strompreisen. Zudem sollte die Umstellung auf eine effiziente Wärmeerzeugung in Angriff genommen werden, wenn die Heizung 20 oder mehr Jahre alt ist.
Erklärvideo: Energiepreis und Energiebeschaffung
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